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Aura Herzhov

Spitzname: Verspieltes Luchslein

Beruf: Schülerin

Berufung: Fee der Natur

Hobbys: Musik, Kung-Fu, Naturfotografie

Normalerweise haben Kinder mit den offiziellen Organisationen wenig zu tun. Bei Aura Herzhov ist es anders: Ohne sie gäbe es diesen Verein nicht. Ihre Liebe für die Natur inspirierte und motivierte ihren Vater zur Gründung dieser Gesellschaft, die zu seiner Lebensaufgabe wurde. Bei allen Vereinsprojekten nimmt Aura begeistert teil und bringt sich mit den eigenen Ideen aktiv ein.

Ziele und Aufgaben der Gesellschaft sind ihr

durchaus bewusst. Bei Vereinstätigkeiten macht sie freiwillig aus eigener Überzeugung mit.

Eines der Vereinszwecke ist die Arbeit mit den Kindern. Es soll nicht nur für die Kinder etwas unternommen werden, sondern mit ihnen.

Aura soll die Kinder im Verein repräsentieren, daher hat Ihre Teilnahme hier auch eine symbolische Rolle.

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Ein Herz für die Natur. Herz Blatt, Sonne, Natur, GANG-Logo

Qualifikationen / Tätigkeiten im Bereich:

Tiere:

Leitung eines Tierheimes (Crailsheim)

Arbeit in der Tierärztlichen Klinik, Nürnberg

Lehrbeauftragter an Evangelischer Hochschule Nürnberg (Fach "Tiergestützte Interventionen")

Lehrgang „Tierpsychologie – Tierhaltung, Tierbetreuung, Tierverhaltenstherapie“, Institut für Lernsysteme GMBH Hamburg

Forschung an der Biologischen Station: Beobachtungen an Australischen und New Guinea Dingos, Eberhard Trumler Station

Seminar „Verhaltensforschung Theorie/Praxis", Gesellschaft für Haustierforschung e.V.

​​

BANU-Zertifikat „Feldornithologie“

Gebäudebrüterseminar (online) - Landesbund für Vogel- und Naturschutz e.V (LBV)

Webinar "Wildtiere in Haus und Garten" - Akademie für Tierschutz, Deutscher Tierschutzbund e.V.

Webinar "Wildtiere im Tierheim" - Akademie für Tierschutz, Deutscher Tierschutzbund e.V.

Webinar "Sozialer Einsatz von Tierheimtieren" - Akademie für Tierschutz, Deutscher Tierschutzbund e.V.

Webinar "Tieren in den Sozialen Medien" - Akademie für Tierschutz, Deutscher Tierschutzbund e.V.

NAJU-Online-Fortbildung „Heupferdchen – Einstieg in die Artenkenntnis“

 

Kunst/Kultur/Soziales:

 

Diplom-Regisseur - Staatliche Kulturhochschule in Mikolajiw (Ukraine)

 

Schauspieler im Stadttheater Kirovograd (Ukraine)

 

Zusatzstudium EMP (Elementare Musikpädagogik) - Hochschule für Musik

Nürnberg/Augsburg

"Kompetenznachweis Kultur" Berater - Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und

Jugendbildung e.V

 

„Botschafter für Vielfalt“ - Stadt Nürnberg, Amt für Kultur und Freizeit

 

Theaterpädagoge (mehrjährige Leitung eines Kinder-Show-Theaters)

 

Vieljähriges Engagement im  Staatstheater Nürnberg, Opernhaus

Workshop ""Projektmanagement" - Amt für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg

 

Freiberuflicher Mitarbeiter des KPZ (Kunst- und Kulturpädagogisches Zentrum der Museen in Nürnberg)

 

Praktikum im Amt für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg (Abteilung Kinderkultur)

 

Freischaffender Künstler, Musiker

Hunde:

Hundetrainer, geprüft und zertifiziert nach § 11 Abs.1 Nr.8f. Tierschutzgesetz (Veterinärrecht – Tierschutz, Ordnungsamt, Stadt Nürnberg)

Lehrgang „Tierpsychologie für Hunde“ (Paracelsus Akademie, Regensburg)

Seminar "Hunde verstehen -Wie kommunizieren und lernen unsere Hunde?"

- Akademie für Tierschutz, Deutscher Tierschutzbund e.V.

„Wolfswinkeler Hundetage“ 2018, Gesellschaft für Haustierforschung e.V.

„Wolfswinkeler Hundetage“ 2019, Gesellschaft für Haustierforschung e.V.

Ausgebildeter Hundeführer (Therapiehunde Franken e.V Nürnberg)

Zertifikat „Schulhunde“ (Therapiehunde Franken e.V Nürnberg)

Zertifikat „Hunde im Therapieeinsatz“ (Therapiehunde Franken e.V Nürnberg)

Webinar "Genetik und Zuchtstrategien für Hundezüchter", Vetline Akademie, VDH Kolleg

Webinar "Welpenentwicklung beim Züchter - Erfahrungen, Mythen, Sozialisation", Vetline Akademie, VDH Kolleg

Ehemaliges Mitglied der Gesellschaft zur Förderung Kynologischer Forschung GFK)

Ehemaliges Mitglied der Gesellschaft für Haustierforschung (GfH)

Ehemaliges Mitglied des Vereins Therapiehunde Franken e.V.

Pädagogik:

Lehrgang „Natur- und Umweltpädagogik“, Fernakademie für Erwachsenenbildung Hamburg

Zertifikat "Tiergestützte Pädagogik" - Akademie für Kindergarten, Kita und Hort"

Zertifikat „Lernort Wald“, Fernakademie für Pädagogik und Sozialberufe

Zertifikat „Outdoorpädagogik“, Fernakademie für Pädagogik und Sozialberufe

Zertifikat „Gartenpädagogik“, Fernakademie für Pädagogik und Sozialberufe

Ausbildung „Zertifizierte Kinder-, Jugend- und Familienberater“, Paracelsus Würzburg

Schulbegleiter / Integrationshelfer (von Jugendamt Nürnberg anerkannt als Fachkraft)

Praktikum in Montessori-Kindergarten

Psychologie:

 

Heilpraktiker für Psychotherapie nach §1 Ab.1 Heilpraktikergesetz (Gesundheitsamt, Stadt Nürnberg)

 

Lehrgang „Naturcoach“, sgd - Deutschlands führende Fernschule Darmstadt

 

Psychologischer Berater, Paracelsus-Schule Nürnberg, geprüft vom Verband freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und psychologischer Berater e.V.

 

Ausbildung zum Systemischer Berater (Nürnberg)

 

Seminar „Kurzzeit - Coach“ (Nürnberg)

 

Seminar „Spieltherapie“ (Nürnberg)

Fortbildung "Selbstliebe, Narzissmus und Depression" - Bayerische Landesärztekammer

 

Krisenhelferschulung des Krisendienstes Mittelfranken

 

Basis-Schulung für „In-Gang-Setzer“ von KISS (Kontakt und Informationsstelle Selbsthilfegruppen) Mittelfranken

 

Freiberuflicher Mitarbeiter des Krisendienstes Mittelfranken

 

Ehemaliges Mitglied des Verbandes freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für

Psychotherapie und psychologischer Berater e.V.

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Lan Herzhov teilgenommen an:

 

„World Culture and Sports Festival"

von FFWPUI (Family Federation for World Peace and Unification international)

Seoul, Süd Korea

9-17.02.2000

„Charakter, Familie und soziales Engagement — ein globales Bildungsprogramm für eine Kultur des Friedens"

IIFWP (Interreligious and International Federation for World Peace)

FFWPUI (Family Federation for World Peace and Unification international)

FFW (Frauenföderation für Weltfrieden)

Berlin

1-3.12.2000

 

Internationale Konferenz für Menschenrechte

UNO UNESCO

Germanisches National Museum

Nürnberg

24.09.2005

 

Kongress

„Bildnerisches Gestalten und Kreatives Schreiben in der Entwicklung des Menschen“

interdisziplinäres Verbundforschungsprojekt

Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg

Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie

Germanisches National Museum

Nürnberg

22-25.05.2014

 

6. Bildungskonferenz der Stadt Nürnberg zum Thema „Inklusive Bildung im Lebenslauf“

Bürgermeisteramt / Bildungsbüro Nürnberg

03.12.2014

 

Tag der Gesundheit

Krisendienst Mittelfranken, SinN-Stiftung, Nürnberger Bündnis gegen Depression

Gemeinschaftshaus Langwasser Nürnberger

28.02.2015

 

Psychotherapie Symposium

„Aufbruch zum Durchbruch – neue Perspektiven entdecken“

Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und

Psychologischer Berater e.V. und Paracelsus Schulen

München

17 -18 .10.2015

 

14. Anti- Depressionstag

„Nachgefragt… - Kritische Betrachtungen“

Nürnberger Bündnis gegen Depression e.V.

24.10.2015

 

7. Pädagogischer Tag

„Vernetzung macht Schule“ Koordination zwischen Schule und außerschulischen Partnern

Staatliches Schulamt Nürnberger Land

Röthenbach, 18.11.2015

 

Tag der Gesundheit

(Teilnahme als Referent für Musiktherapie und Tiertherapie)

Krisendienst Mittelfranken, SinN-Stiftung, Nürnberger Bündnis gegen Depression

Gemeinschaftshaus Langwasser Nürnberger

20.02.2016

 

14. Nürnberger Familienbildungstag

„Liebevolle und entspannte Eltern im Alltagsstress - geht das?!“

eine Veranstaltung der AG Familienbildung

im Förderprogramm Familienstützpunkte

Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

Eckstein-Haus, Nürnberger

5.03.2016

50. Psychotherapie-Symposium „Kinder-, Jugend- und Familientherapie − Lösungsansätze im Spiegel der Generationen.“

Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und

Psychologischer Berater e.V. und Paracelsus Schulen

Nürnberg

18-20.03.2016

Veranstaltung

Freizeit für Menschen mit Behinderung

(Teilnahme als Referent für Tiertherapie )

ZENTRALWOHLFAHRTSTELLE

der Juden in Deutschland e.V.

Kurheim Eden-Park, Bad Kissingen

09.05.2016

 

15. Anti-Depressionstag

"Moderne Zeiten – Depression und Internet"

Nürnberger Bündnis gegen Depression

Eckstein-Haus, Nürnberg

08.10.2016

 

Tag der Gesundheit

(Teilnahme als Referent für Musiktherapie und Tiertherapie)

Krisendienst Mittelfranken, SinN-Stiftung, Nürnberger Bündnis gegen Depression

Gemeinschaftshaus Langwasser Nürnberger

18.02.2017

 

Veranstaltung

„Depression und Familie“

Nürnberger Bündnis gegen Depression in Kooperation

mit dem Klinikum Nürnberger

Marmorsaal der Nürnberger Akademie

21.07.2017

 

16. Anti-Depressionstag

„Körper, Geist und Seele - Depression aus verschiedenen Blickwinkeln"

(Teilnahme als Referent für Tiertherapie)

Nürnberger Bündnis gegen Depression

Eckstein-Haus, Nürnberg

28.10.2017

 

 

18. Nürnberger Familienbildungstag

„Wut, Aggression, Trotz – starke Gefühle und jetzt?“

eine Veranstaltung der AG Familienbildung

Stadt Nürnberg – Jugendamt Stab Familienbildung

Online

17.04.2021

 

13. Forum

„Forschung • Entwicklung • Transfer“

Evangelische Hochschule Nürnberg

8.07.2021

 

15. Forum

„Forschung • Entwicklung • Transfer“

Evangelische Hochschule Nürnberg

7.07.2022

 

Infonachmittag

"Ist das peinlich? Warum schämen wir uns?

Scham und Depression“

Nürnberger Bündnis gegen Depression in Kooperation

mit dem Klinikum Nürnberger

Marmorsaal der Nürnberger Akademie

22.07.2022

 

16. Forum

„Forschung • Entwicklung • Transfer“

Evangelische Hochschule Nürnberg

26. 01 2023

 

Tagung

„Biodiversität in Nürnberg

zwischen Klimawandel und Flächenfraß“

BUND Naturschutz in Bayern e.V.

Künstlerhaus Nürnberger

01.03.2024

 

Nachhaltigkeitskonferenz

der Stadt Nürnberg 2024

Kulturwerkstatt auf AEG

12.04.2024

Tagung

„Wie wollen wir zusammenleben?

Neue Konzeptualisierungen des

Mensch-Tier-Natur-Verhältnisses“

Germanisches Nationalmuseum

30.01.-31.01.2025

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Publikationen (von mir und über mich)

 

"Freie Psychotherapie" 2/2025 - „Naturcoaching“

 

Russischsprachige Zeitung aus Nürnberg „Rubezh“ März 2024 – „Die Natur vor der Haustür“

 

Quartiersmanagement Gibitzenhof Newsletter Juli 2022 – „Yin und Yang und Lan Herzhov“

 

"Freie Psychotherapie" 2/ 2022 – „Therapeutenporträt“ - Artikel über meine berufliche Laufbahn

 

„Partner Hund“ Januar 2021 – „Hundeerziehung“ (Titelthema).

 

"Nanu!?" 10.2017 / 01.2018 / 9.2018 / Juli 2020 - Kolumne über Hunde.

 

"Mein Tierheilpraktiker" 5/2019 „Geduld ist die Tugend jedes Forschers“.

 

"Mein Tierheilpraktiker" 4/2019 – Artikel über Dingos.

 

"Freie Psychotherapie" 4/2019 - „Ein kritischer Blick Auf die Tiergestützte Therapie“. (Titelthema).

 

"Paracelsus" 1/2019 - „Kinder brauchen Hunde!“ - Artikel über die pädagogische Aspekte der Hundehaltung.

 

"Mein Tierheilpraktiker" 6/2018 - „Das Jahr des Hundes“.

 

„DOGStoday“ 4/2018 – „Umzug mit einem Hund“ (Titelthema).

 

„Stadtanzeiger“ 14.7.2018 - „Hilfe für Hund und Herrchen“ - Interview mit mir.

 

„Nürnberger Zeitung“ von 22.12.2017 – „Haarige Freunde fürs Leben“ - Interview mit mir.

 

„LJKE- Bayern Info-Dienst“ (Landesverband Jugendkunstschulen und Kulturpädagogische Einrichtungen) von 09. 2008 - „Was Kinder alles können!“ (Pädagogischer Artikel)

 

„Szene Extra - Nürnberger Nachrichten“ 08.02.2007 - „Können Aliens tanzen?“ (Bericht über mein Kindertheater)

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Kurze Biografie

 

In meiner Kindheit hatte ich zu verschiedenen Zeitpunkten viele Vorstellungen davon, was ich als Erwachsene beruflich tun werde. Eins hatten sie alle gemeinsam: es ging immer um die Tiere.

Eine Leidenschaft für die Natur allgemein und für Tiere insbesondere habe ich bereits in früher Kindheit entdeckt. Die Wände meines Zimmers waren von Boden bis zur Decke mit Tierfotos beklebt. Dieses Interesse, das eher an Besessenheit grenzte, blieb auch von meinen Lehrern in der Schule nicht verborgen – die meisten Unterrichtsstunden in Biologie für meine eigene Klasse hielt ich, währenddessen die Lehrerin es sich gemütlich machen konnte. Daher ist es nicht verwunderlich, dass ich an der Jugendlichen Wissenschaftlichen Olympiade im Fach Biologie gewonnen habe.

Als Kind habe ich jede freie Minute in der Natur verbracht, obwohl ich immer ein Stadtkind war. Fast jeden Tag ging ich nach der Schule zu einem kleinen, mit Schilf dicht bewachsenen Fluss, um einfach nur in der Natur zu sein. Ich beobachtete Frösche, verschiedene Vögel und Insekten. Stundenlang saß ich am Ufer und genoss die Einheit mit der Natur, die ich tief in mir spürte. Mein ganzes Taschengeld ging für die Tierbücher, die ich finden konnte, was zur damaligen Zeit nicht einfach war. Da halfen mir die Bibliotheken sehr: zuerst Schulbibliothek, deren Kapazität von mir schnell ausgeschöpft wurde, dann die Städtische Kinderbibliothek, wo ich als aktivste Leser besondere Privilegien hatte: man durfte bis drei Bücher auf einmal leihen, ich ging meistens mit ungefähr zehn nach Hause. Die waren auch ziemlich schnell gelesen. Als Kind und später als Jugendlicher verschlug ich alles Gedrucktes, was mit Tieren zu tun hatte. Grzimeks Buch über Serengeti konnte ich einfach nicht zur Seite legen, bevor ich es zu Ende las, was wie auch bei einigen anderen Lektüren über Natur immer wieder fürs Ärger sorgte, wenn meine Mama um drei Uhr früh das Licht in meinem Zimmer erblickte und mich beim Lesen erwischte. Dann wurde geschimpft und das Buch beschlagnahmt, was für mich als höchste Strafe galt. Auf der Suche nach neuen Informationen über Tiere war ich immer wieder Gast bei Stadtbibliothek für Erwachsene, was ein Sonderfall darstellte, da ich noch ein Kind war. Ich erinnere mich, als eine Bibliothekarin dort mir ihr eigenes Buch von Zuhause zum lesen mitgebracht hatte. Natürlich blieb es bei mir beim Lesen allein nicht. In meiner Gegend kannte ich alle Hunde und Katzen, die niemandem gehörten und auf der Straße lebten. Ich beobachtete sie, sie waren meine Freunde.

Ich abonnierte ein Magazin, das übersetzt „Junger Naturfreund“ hieß. Auf jede neue Ausgabe wartete ich wie die Christen auf die Zweite Wiederkunft Jesu. Ich habe sogar die Redaktion angeschrieben und auch eine Antwort per Brief erhalten, was ein kleines Wunder war: Zur sowjetischen Zeiten war es nicht selbstverständlich, dass ein zehnjährige Junge in ukrainischer Provinz, einer kleinen Stadt im Donbass von der Redaktion eines großen Jugendmagazine aus Moskau ein persönlicher Brief bekam.

Die Ferien habe ich bei Großeltern im Dorf mit vielen Tieren verbracht. Als Kind erlebte ich das Wunder der Geburt bei Kaninchen und Katzen. Ein Dutzend jungen Enten, die bei uns geschlüpft waren, folgten mir die ganzen Sommerferien auf Schritt und Tritt. Damals wusste ich noch nichts von der Lorenzschen Prägungsforschung bei grauen Gänsen.

Direkt nach dem Schulabschluss bin ich von zuhause weggezogen, um die Ausbildung zum Förster zu machen. Doch die Realität dort entsprach nicht meinen romantisch-naiven Vorstellungen über das Leben in der Waldhütte mit Bären und Wölfen mitten in der Wildnis im Einklang mit der Natur. In dieser Ausbildung ging es gar nicht um die Tiere, sondern um die Wirtschaft, Bodenbeschaffenheit und andere (für mich) langweilige Sachen. Statt die wilde Natur zu hüten sollten wir Blumenbeeten in den Städten einrichten und genügend Tannen zum Weihnachtsverkauf „produzieren“. Als von der Natur besessene junge Romantiker war ich zu Kompromissen nicht bereit und habe nach paar Semestern diese Ausbildung abgebrochen.

Mit siebzehn arbeitete ich in einem „Kolchos“ – einer riesigen Farm, die dem Staat gehörte. Ich war für viele Kälber zuständig. Stähle ausmisten und Tiere füttern gehörte zu meinen täglichen Pflichten. Diese Tätigkeit war sehr untypisch für jemanden, der in der Stadt lebte. Meistens war die Arbeit auf der Farm den Dorfbewohnern vorbehalten. Ich musste jeden Tag noch vor dem Sonnenaufgang mehrere Kilometer zu Fuß gehen, da ich mitten in der Stadt lebte. Doch diese durchaus harte Arbeit hat mir viel Spaß gemacht, denn um mich herum gab es viele Tiere, auch wenn es „nur“ Kühe und ihre Kälber waren.

Später, als ich in eine größere Stadt umgezogen war, arbeitete ich als Tierpfleger in Moskaus Wanderzoo. Ich hoffe sehr, dass es heutzutage solche Attraktionen, wo die Tiere in kleinen Wagenkäfigen zur Schau gestellt werden, nicht mehr gibt. Die Haltung der Tiere war dort alles andere als artgerecht: In viel zu kleinen Käfigen ganz nah an lauten Menschenmassen zeigten viele Tiere Stereotypien. Es gab kaum Personal, der sich um diese Tiere kümmerte. Deshalb habe ich die Pflege der Zootiere übernommen. Ich war noch ein Jugendlicher, aber schon damals wurde mir klar: Ich werde mit den Tieren leben und arbeiten, aber so nicht! Ich musste noch viel lernen, um die Bedürfnisse von verschiedenen Tierarten nachvollziehen zu können, sowie den richtigen Umgang mit ihnen zu lernen.

Der Wissensdurst für die Natur begleitet mich immer noch. Nur bin ich jetzt auf die Bibliotheken nicht mehr angewiesen: Meine private Sammlung umfasst hunderte von Tierbüchern. Die meisten Standardwerke für Biologie und Verhaltensforschung habe ich durch studiert. Von Klassikern wie Konrad Lorenz und Niko Tinbergen über die Pflichtlektüren in Verhaltensforschung von Eibl-Eibesfeldt und Hinde bis zu modernen Wissenschaftlern weltweit in vielen Teildisziplinen der Zoologie.

Die Liebe zu Tieren und die große Faszination für die Natur haben bei mir in Jahren nicht nachgelassen. In Deutschland hat sie konkrete Formen angenommen: Prüfung zum Hundetrainer beim Veterinäramt (nach 11§ des TsG). Doch das war mir natürlich nicht genug. Um eigenen Ansprüchen gerecht zu werden, musste ich von einem Hundetrainer zum Biologen bzw. Zoologen werden. Ich wurde Mitglied in zwei wissenschaftlichen Gesellschaften, die sich mit den Hunden beschäftigen. Auf einer Biologischen Station habe ich drei Woche lang die wilde Hunde (Neuguineas- und Australische Dingos) beobachtet, viel Foto- und Videomaterial über diese ursprüngliche Hunde, die von menschliche Zucht noch nicht verdorben wurden, gesammelt und paar Artikeln über meine Forschung in Fachmagazinen veröffentlicht. Neben empirischer Forschung habe ich mich intensiv der Theorie gewidmet und alles, was ich über Ethologie (vergleichende Verhaltensforschung) finden konnte, gelesen. Auch Evolutionsbiologie, Soziobiologie, Ökobiologie und Studien über Intelligenz der Tiere (Kognitionsforschung) haben in meinen Recherchen großen Stellenwert gehabt. Täglich ein paar Stunden Lesen von wissenschaftlicher Fachliteratur wurde zu meiner Gewohnheit, der ich seit mehreren Jahren treu bleibe. Nebenbei habe ich einen Fernlehrgang „Tierpsychologie“ absolviert. Durch intensives Studium und Forschung hat sich mein Verständnis über Tiere so geändert und von dem eines Hundetrainers sich so weit entfernt, dass ich mich von dieser Berufsbezeichnung in aller Deutlichkeit distanziere.

Ich habe auch in einer Tierärztlichen Klinik gearbeitet. Eigentlich wollte ich dort meine Dienste als Tierpsychologe anbieten, indem ich die Kunden in Fragen der artgerechten Haltung (Erziehung, Ernährung usw.) berate. Doch die Leitung der Klinik hat das entweder falsch verstanden oder hatte andere Pläne mit mir. So fand ich mich assistierend am Operationstisch bei Kaiserschnitt-, Kastrations- und Magendrehung Operationen. Völlig unvorbereitet ohne tiermedizinisches Grundwissen. In ein paar Wochen sollte ich können, was man in der dreijährigen Ausbildung zum Tiermedizinischen Fachangestellten lernt. Das war sehr hart. Ich glaube, bei keiner anderen Tätigkeit hatte ich so einen hohen Stresspegel. Aber dort wurde ich um viel Erfahrungen, was den Umgang mit Tieren, und vor allem mit kranken Tieren angeht, reicher.

Später habe ich meinen Erfahrungsschatz in Tierhaltung bzw. Tierpflege dank der Leitung eines Tierheimes vervollkommnen und mein zoologisches Fachwissen um unschätzbare Praxis bereichert. Auch wenn ich in der Haltung von vielen Haustierarten von Kindesbein geübt bin: von Singvogel bis zum Hamster und Meerschweinchen hielte ich in meiner Kindheits- und Jugendzeit. Mehrere Jahre lebte bei mir eine Sumpfschildkröte. Eine enge Beziehung hatte ich zum Konan – meiner zahmen Ratte. In mehreren Aquarien lebten in meinem Zimmer zu meiner Schulzeit viele Arten von Zierfischen bis zum Kubakrebs. Und natürlich gehörten Hunde und Katzen in meiner Kindheit zu meiner Familie.

Mit dem wachsenden Verständnis für Tiere (oder vielleicht geistiger Reifung) änderte sich meine Einstellung zur Tierhaltung. Ich setzte mich intensiv mit der Problematik der Natur- und Tierethik aus und betrachte andere Lebewesen als gleichberechtigte Mitgeschöpfe auf Augenhöhe.

Zur Zeit arbeite ich an einem Buch, kümmere mich um den von mir begründeten Verein GANG e.V. und höre immer noch nicht auf, weiter zu lernen.

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